Wie unsere Compliance-Prüfung funktioniert
Methodik, Datenquellen und Ergebnisstufen der Compliance-Prüfung von wirtschaftsdaten.ch. Sanktionsprüfung gegen SECO, OFAC, EU und UN — datenbasiert, reproduzierbar und nachvollziehbar.
Letzte Aktualisierung der Methodik: 19. Juli 2026
Zweck des Compliance-Checks
Der Compliance-Check ermöglicht es, Unternehmen und Personen gegen offizielle Sanktionslisten zu prüfen. Die Prüfung dient der risikobasierten Sorgfalt im Geschäftsverkehr und unterstützt Sie bei der Erfüllung Ihrer Compliance-Pflichten. Sie ersetzt jedoch keine individuelle rechtliche oder regulatorische Beratung.
Offizielle Datenquellen
Der Check verwendet ausschliesslich Daten offizieller Behörden:
- SECO(Schweiz)Staatssekretariat für Wirtschaft — Schweizer Sanktionsliste
- OFAC(Vereinigte Staaten)Office of Foreign Assets Control — Specially Designated Nationals
- Europäische Union(EU)Konsolidierte Liste der restriktiven Massnahmen
- United Nations Security Council(UN)Consolidated Sanctions List
Es werden keine aggregierten Drittanbieter-Listen verwendet. Jede Quelle wird direkt von der jeweiligen Behörde bezogen.
Aktualisierung der Sanktionslisten
Die offiziellen Listen werden automatisch und regelmässig synchronisiert.
- Neue Daten werden zuerst vollständig heruntergeladen und geprüft.
- Ein neuer Datenstand wird erst nach erfolgreicher Validierung aktiviert.
- Bei einem Fehler bleibt der bisherige gültige Datenstand aktiv.
- Frühere Datenstände bleiben für die Nachvollziehbarkeit von Reports erhalten.
- Jeder Check wird mit dem zum Prüfzeitpunkt verwendeten Datenstand verknüpft.
Datenbasierte Prüfung
Der eigentliche Compliance-Check wird nicht durch ein LLM (sprachmodellbasierte KI) entschieden. Es werden keine allgemeinen Websuchresultate als bestätigte Compliance-Treffer verwendet. Die Prüfung basiert ausschliesslich auf einem deterministischen, nachvollziehbaren Abgleich mit den gespeicherten Sanktionsdaten. Dies gewährleistet Reproduzierbarkeit und Auditierbarkeit.
Matching-Verfahren
Die Prüfung erfolgt in mehreren Stufen:
- Originalnamen bleiben unverändert gespeichert.
- Namen werden für die Suche zusätzlich normalisiert (Vereinheitlichung von Gross-/Kleinschreibung, Akzenten und Sonderzeichen).
- Offizielle Aliasnamen und frühere Schreibweisen werden einbezogen.
- Ähnliche Namen können als mögliche Kandidaten erkannt werden.
- Ein ähnlicher Name allein erzeugt keinen bestätigten Treffer.
- Sekundärmerkmale wie Geburtsdatum, Nationalität, Land oder Identifikationsnummern werden zur Verifikation herangezogen.
- Widersprüche bei Sekundärmerkmalen reduzieren die Wahrscheinlichkeit eines Treffers.
- Die Bewertung erfolgt nach einer dokumentierten und versionierten Regelmethodik.
Aus Sicherheitsgründen werden die konkreten internen Gewichtungen nicht veröffentlicht.
Berücksichtigte Merkmale
Je nach Verfügbarkeit können folgende Merkmale berücksichtigt werden:
- Name
- Aliasname
- frühere Schreibweisen
- Geburtsdatum
- Geburtsort
- Nationalität
- Land
- Adresse
- Registrierungsnummer
- Passnummer
- Identifikationsnummer
- Entitätstyp
- Sanktionsprogramm
Nicht bei jedem offiziellen Datensatz sind alle Merkmale vorhanden. Die Verfügbarkeit variiert je nach Quelle und Listeneintrag.
Ergebnisstufen
Jede Prüfung ergibt eine von fünf Ergebnisstufen:
Kein Treffer
In den geprüften offiziellen Listen wurde kein ausreichend ähnlicher Datensatz gefunden.
Möglicher Treffer
Es besteht eine Ähnlichkeit, beispielsweise beim Namen. Es fehlen jedoch bestätigende Merkmale oder es bestehen Abweichungen. Ein möglicher Treffer ist keine Bestätigung, dass die geprüfte Person oder Organisation sanktioniert ist.
Wahrscheinlicher Treffer
Der Name und mindestens ein weiteres relevantes Merkmal stimmen überein. Das Ergebnis erfordert eine manuelle fachliche Prüfung.
Bestätigter Treffer
Ein bestätigter Treffer wird nur angezeigt, wenn eindeutige Identifikatoren oder eine starke Kombination offizieller Merkmale übereinstimmen.
Nicht eindeutig beurteilbar
Die vorhandenen Daten reichen für eine belastbare automatische Bewertung nicht aus.
Ablauf des Checks
- Der Benutzer gibt einen Namen, Firmennamen oder eine UID ein.
- Bei Schweizer Unternehmen werden vorhandene Handelsregisterdaten zur Identifikation verwendet.
- Der offizielle Firmenname und verfügbare Zusatzinformationen werden gegen die lokalen Sanktionsdaten geprüft.
- Das System sucht nach exakten Namen, offiziellen Aliasnamen und ähnlichen Schreibweisen.
- Verfügbare Zusatzmerkmale werden zur Verifikation berücksichtigt.
- Das System erstellt ein nachvollziehbares Ergebnis je Quelle.
Reports
Jede Prüfung kann als PDF-Report exportiert werden. Der Report enthält:
- Prüfzeitpunkt und verwendete Quellen
- Den zum Prüfzeitpunkt verwendeten Datenstand je Quelle
- Die einzelnen Match-Faktoren je Quelle
- Offizielle Quellenreferenzen der gefundenen Kandidaten
- Eine eindeutige Report-ID
Digitale Report-Verifikation
Jeder offizielle Compliance-Report erhält eine eindeutige Report-ID und wird serverseitig digital signiert. Die Signatur dient der Integritätsprüfung.
- Das verwendete serverseitige Geheimnis wird niemals im Report, im Browser oder im Frontend veröffentlicht.
- Über den QR-Code oder die Verifikationsseite kann geprüft werden, ob ein Report gültig und unverändert ist.
- Eine nachträgliche Veränderung der relevanten Reportdaten führt dazu, dass die Verifikation fehlschlägt.
Verifikation
Dieser Report wurde serverseitig digital signiert. Die Echtheit und Integrität des Reports können über den QR-Code oder die angegebene Verifikationsadresse geprüft werden. Nachträgliche Veränderungen relevanter Reportdaten führen dazu, dass die Integritätsprüfung fehlschlägt.
Monitoring
Premium-Benutzer können Unternehmen oder Personen laufend überwachen. Bei relevanten Änderungen — beispielsweise einem neuen möglichen oder bestätigten Treffer — erhalten Sie eine Benachrichtigung. So bleiben Sie auch zwischen manuellen Prüfungen auf dem neuesten Stand.
Grenzen des Systems
- Ein Compliance-Check ist eine Momentaufnahme zum Prüfzeitpunkt.
- Offizielle Listen können unvollständig sein oder zeitverzögert aktualisiert werden.
- Namensähnlichkeiten können zu möglichen Treffern führen.
- Ein möglicher oder wahrscheinlicher Treffer benötigt eine manuelle Prüfung.
- Das Ergebnis ersetzt keine individuelle rechtliche oder regulatorische Beratung.
- «Kein Treffer» bedeutet nicht automatisch, dass kein sonstiges Compliance-Risiko besteht.
- PEP-Daten (politisch exponierte Personen) werden derzeit nicht geprüft.
- Adverse-Media-Prüfungen (Negativmeldungen in Medien) sind derzeit nicht Bestandteil des Basis-Checks.
Eine spätere Erweiterung mit einem spezialisierten Datenanbieter für PEP-Daten ist möglich.
PEP-Daten sind derzeit nicht Bestandteil des Compliance-Checks.
So funktioniert der Compliance-Check
Der Compliance-Check von wirtschaftsdaten.ch prüft Personen und Unternehmen gegen offizielle Sanktionslisten. Verwendet …
